Sonderlösungen mit Präzision und Anpassungsfähigkeit
Kleine, fahrbare Sonderlösungen sind unverzichtbar, wenn Werkstattflächen begrenzt und Fahrzeuggeometrien variabel sind. Aluminium ist dafür ideal, denn es ist leicht, stabil, korrosionsbeständig und formflexibel. Millimetergenaue Anpassungen an Dachkanten, Türbereiche oder Anbauteile verhindern Beschädigungen und gewährleisten einen sicheren Stand. Spaltmaßführungen und Rammschutzprofile schützen empfindliche Oberflächen, während rutschhemmende Stufen und Plattformen der Klasse R13 auch in feuchten Hallenbereichen für sicheren Halt sorgen.
Die Systeme sind als stationäre oder mobil verfahrbare Varianten erhältlich, wahlweise mit manuell, elektrisch oder hydraulisch höhenverstellbaren Plattformen. So lassen sich unterschiedliche Arbeitshöhen ergonomisch bedienen, ohne dass ein Umrüsten erforderlich ist. Bei Bedarf können Medienanschlüsse wie Strom, Druckluft oder Datenleitungen direkt in die Arbeitsfläche integriert werden. Das ist ein wesentlicher Vorteil bei der Instandhaltung elektrifizierter Fahrzeugflotten.
Ein richtungsweisendes Beispiel ist die Zusammenarbeit mit der „Maschinenbau und Service GmbH (MSG)“ in Halle. Für die Wartung von ICE-Zügen hat KRAUSE fahrbare Wartungsbühnen realisiert. Sie dienen als Zugangslösung für Arbeiten an Zugdächern. Die Arbeitsbühnen bieten durch integrierte Treppenaufgänge, seitliche Auskragungen mit Kantenschutz, verlängerte Traversen sowie verbindbare Geländersegmente einen sicheren, konturgeführten Zugang – auch bei wechselnden Zugtypen. Durch die Verwendung von zwei Plattformen kann eine Verbindung über das Zugdach hergestellt werden, wodurch eine große und sichere Arbeitsfläche entsteht.
Modulare Systeme für flexible Werkstattprozesse
Modulare Arbeitsbühnen bieten eine anpassungsfähige Lösung für Werkstätten, in denen unterschiedliche Fahrzeugtypen oder Arbeitsbereiche bedient werden müssen. KRAUSE setzt auf ein Systembauprinzip, das variable Längen, Plattformverbreiterungen und segmentweise Erweiterungen ermöglicht. Die Konstruktionen können stationär oder verfahrbar ausgeführt werden und lassen sich bei Umbauten oder Hallenerweiterungen problemlos anpassen.
Im Bahnbereich haben sich modulare Arbeitsbühnen insbesondere bei der Dachwartung elektrischer Triebzüge bewährt. Höhenverstellbare Segmente, profilgeführte Annäherungen und umlaufende Geländer schaffen dabei eine sichere Arbeitsumgebung entlang der gesamten Zugkomposition. Ein eindrucksvolles Beispiel hierfür liefert die Podkarpacka Kolej Aglomeracyjna im südpolnischen Rzeszów. Hier entwickelte Krause eine mobile Arbeitsbühne, deren Position innerhalb der Servicehalle flexibel an den jeweiligen Wartungsbedarf angepasst werden kann. Die Konstruktion erstreckt sich über eine Länge von nahezu dreißig Metern und ist beidseitig über Zugangstreppen erreichbar. Es wurde eine Segmentbauweise realisiert, bei der einzelne Arbeitsbühnenelemente mit einer Länge von jeweils 4,5 Metern über Verbindungsklammern gekoppelt sind. Diese lassen sich bei Bedarf lösen, um die Bühne in kürzester Zeit zu verfahren oder ihre Länge variabel zu gestalten. Durch das Hinzufügen oder Entfernen von Zwischensegmenten kann die nutzbare Arbeitslänge exakt an die jeweilige Zugkonfiguration angepasst werden. Zudem lässt sich die gesamte Konstruktion bei Bedarf in zwei voneinander unabhängige Arbeitsbühnen teilen, um mehrere Wartungsvorgänge parallel durchzuführen. Somit vereint diese Lösung Mobilität, Flexibilität und Arbeitssicherheit auf hohem technischen Niveau.
Hallenfüllende Dacharbeitsstände für maximale Produktivität
Bei der Wartung kompletter Zugverbände oder großer E-Busflotten werden hallenfüllende Dacharbeitsstände verwendet. Diese Systeme verbinden durchgehende Plattformen mit höhenverstellbaren Seitensegmenten, integrierten Geländern, Beleuchtung sowie komfortablen Zugangstreppen. Sensorik, Endanschläge und Annäherungserkennung gewährleisten Kollisionsfreiheit und schützen die empfindlichen Fahrzeugdächer.
Ein herausragendes Beispiel ist die Anlage beim Verkehrsbetrieb MPK Poznań. KRAUSE realisierte dort eine durchgehende Dacharbeitsbühne, die speziell für die Wartung moderner Elektrobusse konzipiert wurde. Die Konstruktion erstreckt sich über mehrere Arbeitsplätze und ermöglicht das gleichzeitige Arbeiten an mehreren Fahrzeugen. Höhenverstellbare Plattformsegmente, integrierte Strom- und Beleuchtungsanschlüsse sowie ergonomisch gestaltete Laufwege sorgen für effiziente und sichere Wartungsprozesse. Die modulare Aluminiumstruktur erlaubt Erweiterungen und Anpassungen an künftige Fahrzeugtypen und steigert somit die langfristige Wirtschaftlichkeit und Flexibilität der Anlage.
Diese Großanlagen vereinen hohe Tragfähigkeit mit servicefreundlicher Konstruktion. Sie sind wartungsarm, langlebig und für den industriellen Dauerbetrieb ausgelegt. Das ist entscheidend bei hohen Fahrzeugdurchsätzen und straffen Wartungsintervallen.
Planung, Projektierung und Betriebssicherheit
Jede Zugangslösung wird unter Berücksichtigung der geltenden Vorschriften erstellt. Verriegelungssysteme, Absperreinrichtungen und PSA-Anschlagpunkte sichern den Arbeitsbereich bei Bedarf zusätzlich ab. Ergonomisch gestaltete Laufwege, abgestimmte Neigungswinkel und rutschhemmende Oberflächen verringern die körperliche Belastung und das Unfallrisiko.
KRAUSE begleitet jedes Projekt ganzheitlich von der ersten Bedarfsanalyse bis zur Inbetriebnahme. Digitale Planung und 3D-Simulationen ermöglichen eine präzise Abstimmung mit dem Betreiber bereits im Vorfeld. Anpassungen während der Projektphase sowie Erweiterungen im laufenden Betrieb sind möglich. Die Montage erfolgt termingerecht und mit minimaler Stillstandzeit der Werkstatt.
Nach der Übergabe steht der europaweite Service für Montage, Prüfung und Nachrüstung bereit. Ersatzteile bleiben über den gesamten Lebenszyklus hinweg verfügbar und regelmäßige Inspektionen nach DGUV-Vorgaben sichern den Betrieb langfristig ab. Auf Wunsch können Betreiber ihr Personal in Bedienung und Instandhaltung schulen lassen – ein weiterer Faktor für Betriebssicherheit und nachhaltige Nutzung.
Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit
“Effiziente Zugangslösungen sind keine Nebensache, sondern eine lohnende Investition. Verkürzte Rüstzeiten, klar definierte Abläufe und eine bessere Erreichbarkeit verringern Stillstände und erhöhen die Nutzungsdauer der Fahrzeuge. Gleichzeitig ermöglicht die modulare Bauweise eine höhere Flexibilität bei zukünftigen Flottenumstellungen”, so Thomas Löser, Geschäftsführung Technik.
Langlebige Materialien, einfache Wartung und eine rechtssichere Dokumentation sichern die Betriebskosten über Jahre hinweg. Damit wird Zugangstechnik zu einem festen Bestandteil moderner Werkstattlogistik: planbar, sicher und wirtschaftlich.
Die Praxis zeigt: Ob kompakte Sonderlösung, modulare Bühne oder Dacharbeitsstand – KRAUSE-Systeme schaffen sichere, ergonomische und effiziente Arbeitsumgebungen für Bus-, Bahn- und Nutzfahrzeugwerkstätten. Jede Anlage ist präzise auf den Einsatzort abgestimmt, technisch normkonform und für den industriellen Dauerbetrieb ausgelegt. So wird Zugangstechnik zum strategischen Faktor für Prozesssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit in der Fahrzeuginstandhaltung.
