Projektbericht ALSTOM Polska S.A.

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Produkt:
Zwei universelle stationäre Arbeitsbühnen, die bei Inspektions- und Wartungsarbeiten an Schienenfahrzeugen zum Einsatz kommen

Kunde:
ALSTOM Polska S.A.

Die langjährige Präsenz von KRAUSE im Eisenbahnsektor und die Kompetenz bei der Umsetzung individuell konzipierter Konstruktionslösungen für Arbeiten in der Höhe führten zu einer Zusammenarbeit mit Alstom Polska. Dank des hervorragenden Verständnisses der technologischen Prozesse des Kunden – sowohl in der Produktion als auch in den Testverfahren für Schienenfahrzeuge – lieferte das KRAUSE-Team maßgeschneiderte Arbeitsplattformen für zwei neue Hallen des Werks in Chorzów. Diese sollen höchste Sicherheitsstandards gewährleisten und gleichzeitig die betriebliche Effizienz sowie die Arbeitsergonomie der Wartungsteams unterstützen.

Alstom ist ein internationaler Konzern und unangefochtener Weltmarktführer im Bereich intelligenter, emissionsarmer Mobilität. Als globaler Vorreiter für Innovationen – von Hochgeschwindigkeitszügen bis hin zu vollständig autonomen Lösungen (ATO) – setzt das Unternehmen neue Maßstäbe in der Mobilität. Die kontinuierliche Weiterentwicklung erfordert ständige Investitionen nicht nur in moderne Fahrzeuge, sondern auch in die technische Infrastruktur. Zu den jüngsten Projekten gehört die umfassende technische Ausstattung zweier neuer Hallen des Werks in Chorzów – ein Projekt, das das KRAUSE-Team gerade erfolgreich abgeschlossen hat.

KRAUSE ist Lieferant der umfassenden technischen Infrastruktur für die neue Produktionshalle von ALSTOM Polska

Die Eisenbahn erlebt heute eine weltweite Renaissance, die durch das Streben nach Emissionsfreiheit sowie den Ausbau des Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes angetrieben wird. Moderne Züge – ob autonom oder hybrid – sind technologische Meisterwerke, deren Entwicklung einen völlig neuen Ansatz erfordert. Die dynamische Entwicklung des Fahrzeugparks macht eine entsprechende Weiterentwicklung der produzierenden Werke erforderlich. Der Bau und die strengen Tests solcher hochentwickelter Schienenfahrzeuge erfordern höchste Sicherheits- und Arbeitsergonomiestandards in jeder Phase der Montage. Deshalb investieren führende Hersteller in eine spezielle, hochspezialisierte technische Infrastruktur. Die Karosserien moderner Waggons erfordern einen präzisen und sicheren Zugang zu vielen Bauteilen, insbesondere zu denen auf dem Dach. Als Antwort auf diese Herausforderungen haben wir fortschrittliche Arbeitsbühnen geliefert, die ergonomische Arbeitsbedingungen in der Höhe gewährleisten. Damit sind wir zu einem bewährten Technologiepartner geworden, wenn es darum geht, die Zukunft des Schienenverkehrs zu bauen.

Die größten Herausforderungen bei der Projektplanung

Das übergeordnete Ziel bestand darin, die Prüf- und Kontrollarbeiten an den neuen Personenwagen – vor allem jene, die auf dem Dach durchgeführt werden – zu optimieren und dabei gleichzeitig Komfort und vollständige Sicherheit bei der Ausführung der Arbeiten in der Höhe zu gewährleisten.

Die Umsetzung des Projekts war herausfordernd. Die Kompetenzen und Erfahrungen von KRAUSE wurden dabei auf vielen Ebenen auf die Probe gestellt: von den projektbezogenen Fragestellungen über die Auswahl und den Einsatz hochwertigster Materialien, die die Stabilität und Festigkeit der Konstruktion gewährleisten, bis hin zum Transport und zur Montage, die bei mehrere Dutzend Meter hohen Arbeitsplattformen äußerst anspruchsvoll sind.

Zentral für die erfolgreiche Umsetzung war zudem die Entwicklung einer Konstruktion mit universellem Einsatzbereich. Da Schienenfahrzeuge unterschiedlicher Abmessungen bedient werden sollten, mussten die konzipierten Lösungen eine flexible Anpassung ermöglichen, um sich nahtlos an die Form der einzelnen Wagen anzupassen und in jeder Konfiguration maximale Sicherheit zu gewährleisten. Hinzu kamen sehr anspruchsvolle Anforderungen hinsichtlich der Tragfähigkeit, die weit über die üblichen Belastungsgrenzen standardmäßiger Arbeitsplattformen hinausgingen. 

Eine weitere Herausforderung war die Entwicklung einer Konstruktion, die eine Anpassung der Höhe der Stahlunterkonstruktion bei später veränderten Anforderungen von Alstom ermöglichen würde. Es wurde ein Verstellbereich von +0,5 m/–1,0 m bezogen auf die Basishöhe mit einer Verstellmöglichkeit alle 10 cm realisiert.

Ausstattung der Konstruktion – der Schlüssel zu Ergonomie und Arbeitssicherheit

KRAUSE fertigte zwei nahezu identische stationäre Arbeitsbühnen an, die jeweils auf die Anforderungen der entsprechenden Halle zugeschnitten wurden.

Die Konstruktion besteht aus einer tragenden Struktur, deren Bestandteile aus am Boden montierten Stützen und Rahmen aus verzinktem Stahl bestehen. Sie bilden die Basis für eine Reihe von Aluminium-Arbeitsplattformen, die jeweils aus sechs Segmenten mit einer Länge von fünf Metern gefertigt sind. Die Spannweite wird durch die Stahlstützen bestimmt. Bemerkenswert ist die maximale Belastbarkeit jedes Segments von bis zu 1.875 kg. Dies entspricht mehr als dem Sechsfachen der zulässigen Belastung bei standardmäßig gefertigten Arbeitsplattformen. Diese Anforderung ergibt sich daraus, dass mehrköpfige Technikerteams an vielen Elementen gleichzeitig arbeiten müssen. Die Arbeitsbühnen gewährleisten einen bequemen Zugang zur Dachfläche der zu prüfenden Schienenfahrzeuge. 

In der ersten Halle können vier Waggons gleichzeitig, in der zweiten drei Waggons unabhängig voneinander abgefertigt werden. Jede Plattform ist ca. 30 Meter lang und 1,5 Meter breit. 

Besonders hervorzuheben sind die folgenden Ausstattungselemente, die die Sicherheit und Ergonomie erhöhen:

Ausziehbare Elemente: Aufgrund der bereits erwähnten unterschiedlichen Breiten der abgefertigten Waggons sind die Plattformen über ihre gesamte Länge mit seitlichen Ausschüben ausgestattet. Diese ermöglichen eine exakte Anpassung der Arbeitsfläche an die Waggonbreite (der Spalt zwischen Plattformkante und Dachkante wird auf Spaltmaß Null minimiert). Die Ausschübe sind mit einer Schutzleiste versehen, die das Fahrzeug vor möglichen Karosserieschäden schützt. Sie werden manuell über ein Kurbel-Zahnrad-System vom Boden aus ausgefahren.

Verschiebbare Stirnschutzvorrichtungen: Jedes Plattformsegment ist an beiden Enden mit Stirnschutzvorrichtungen ausgestattet, die verfahrbar und stufenlos arretierbar sind. Dadurch lässt sich der Arbeitsbereich an unterschiedliche Waggonlängen anpassen. Jede Sicherung verfügt über ein absenkbares Frontgeländer mit segmentierten, unabhängig voneinander verstellbaren Elementen. In ihrer Endposition bilden diese ein Bordwandsystem. Dies ermöglicht eine präzise Anpassung an die Dachform sowie an die sich dort befindende Ausrüstung.

Treppen und Geländer: Jede Plattform ist über treppenseitige Zugänge mit Geländern und Zugangstüren erreichbar. Diese sind mit einem elektronischen Zugangskontrollsystem ausgestattet. Zusätzlich sichern Geländer an den Kanten der Auszüge die auf der Plattform arbeitenden Personen. Diese können bei Bedarf entfernt werden, um Zugang zu jedem beliebigen Punkt auf dem Waggondach zu erhalten. Alle Geländer und Stufen wurden gemäß Kundenanforderung pulverbeschichtet.

Die von uns eingesetzten Lösungen erfüllten die hohen Anforderungen des Kunden in Bezug auf Funktionalität, Ergonomie, Arbeitssicherheit und das universelle Design voll und ganz.

Artur Fryczkowski, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, Vertriebs- und Entwicklungsleiter bei ALSTOM Polska

„Als globaler Marktführer in der Produktion von Schienenfahrzeugen schaffen wir ein Arbeitsumfeld, das auf Sicherheit und Innovation basiert und in jedem Bereich Exzellenz anstrebt. Daher arbeiten wir ausschließlich mit Partnern zusammen, die unsere Arbeitskultur teilen. KRAUSE Polen gehört zweifellos dazu – ein Unternehmen, das nicht nur technologisch anspruchsvolle Konstruktionen für Arbeiten in der Höhe liefert, sondern auch die Dynamik der modernen Bahnindustrie bestens versteht. Das Ergebnis unserer Zusammenarbeit sind die neu ausgestatteten Montagehallen mit Arbeitsplattformen, die neue Standards in Ergonomie und Sicherheit setzen. Dank dieser Lösungen konnten wir zentrale Montageprozesse optimieren und gleichzeitig höchste weltweite Standards in Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sicherstellen.“

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