23.11.17 14:00 Alter: 177 Tage
Kategorie: Presse

Die neue Norm DIN EN 131-1 für Leitern Die wichtigsten Fakten

Zum 01.01.2018 treten umfangreiche Normänderungen für alle Leitern in Kraft, welche als Anlegeleiter genutzt werden können und eine Länge von mehr als 3 Metern aufweisen. Die Änderungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Standbreite der Leitern. Verantwortliche für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sollten daher die Altbestände der betroffenen Leitern einer Gefährdungsbeurteilung unterziehen und entsprechend nachrüsten, um ein einheitliches Sicherheitsniveau zu gewährleisten.


Die neue Norm DIN EN 131 für Leitern – mehr Sicherheit inklusive
Am 01. Januar 2018 treten für alle gewerblichen Anwender umfangreiche Normänderungen für Leitern in Kraft. Dies betrifft viele Leiterntypen, die im täglichen professionellen Einsatz verwendet werden. Die Norm wird nach aktuellem Stand in drei Teilen geändert. Die Änderungen in Teil 131-1 beziehen sich hauptsächlich auf die Standbreite der Leitern, die als Anlegeleiter genutzt werden können. Sie sollen die Sicherheit der Arbeiten auf diesen Leitertypen erhöhen. Dies sind zum Beispiel klassische Anlegeleitern, Schiebeleitern, Seilzugleitern und die Innenleitern von Mehrzweckleitern beziehungsweise Vielzweckleitern. Eine Standverbreiterung kann zum Beispiel in Form einer Quertraverse erfolgen. Von den Änderungen der Norm DIN EN 131-1 sind grundsätzlich alle gewerblichen Anwender betroffen, bei denen entsprechende Leitern als Arbeitsmittel zum Einsatz kommen. Wichtig ist dabei: Auch die Altbestände sollten einer Gefährdungsbeurteilung unterzogen und gegebenenfalls nachgerüstet werden, um ein einheitliches Sicherheitsniveau für alle Leitern zu gewährleisten.

Der Teil 131-2 bezieht sich auf neue Produktprüfungen. Er unterteilt alle Leitern, also sowohl Sprossenleitern als auch Stufen-Stehleitern in zwei Leiternklassen. Die Klasse „Professional Use“ steht für Leitern, die im gewerblichen und privaten Bereich genutzt werden. Die Klasse „Domestic use“ steht für nicht beruflichen Gebrauch, also Leitern die ausschließlich im privaten Bereich Verwendung finden. Die Änderungen des Teil 131-2 treten ebenfalls zum 01.01.2018 in Kraft und beziehen sich im Wesentlichen auf die Dauerhaltbarkeitsprüfung und eine neue Festigkeitsprüfung die, je nach Klassifizierung, durchgeführt werden. Der dritte Normteil 131-3 tritt zu einem noch nicht definierten Zeitpunkt in Kraft. In diesem dritten Teil regelt die Norm die Kennzeichnung der Leitern mit Piktogrammen und die beiliegende Gebrauchsanleitung, so dass die Verbraucher künftig einheitliche Standards vorfinden. Weitere Änderungen der Norm sind geplant aber noch nicht umgesetzt und terminiert.

Sicheres normkonformes Arbeiten – Steigtechnik-Anbieter bieten Unterstützung
Was ändert sich genau? Wer ist betroffen und was ist zu tun, um Leitern im Bestand zu kontrollieren und gegebenenfalls nachzurüsten? Verantwortliche in Unternehmen, in denen entsprechende Leitern als Arbeitsmittel Verwendung finden, stehen vor einem ganzen Berg wichtiger Fragen. Aus diesem Grund haben die renommierten deutschen Steigtechnik-Hersteller viele Informationen aufbereitet und bieten diese – teilweise gratis – zum Download an. Das hessische Unternehmen KRAUSE hat zum Beispiel eine themenbezogene Internetseite erstellt, auf der alle Informationen zum Thema, ein Whitepaper mit allen wichtigen Fakten, ein Erklärfilm und eine Checkliste zur Prüfung der eigenen Bestände bereit stehen. Das Whitepaper erläutert die Zusammenhänge und behandelt ausführlich wichtige Informationen. Die nötigen Berechnungen zur Umrüstung von Bestandsleitern werden anhand einer einfachen Formel erläutert. Die Informationsseite wird regelmäßig aktualisiert und durch eine Experten-Hotline für individuelle Beratungen komplettiert. Viele Steigtechnik-Anbieter bieten vertiefende Informationen rund um die neue Norm DIN EN 131 und die Folgen für die Arbeit auf Leitern an. Dies bildet die Grundlage, damit die Entscheider sich umfassend informieren und normgerecht investieren können. Durch eine einfache Anfrage im Netz lassen sich viele Informationen gewinnen, die Google-Suche listet entsprechend alle führenden Hersteller und Informationsquellen auf, so dass nach kurzer Zeit alle aktuellen Informationen gewonnen, und alle Arbeiten in der Höhe sicher durchgeführt werden können. Wir empfehlen Verantwortlichen angesichts der Umsetzung im Januar 2018, sich jetzt umfassend mit dem Thema „Neue Norm DIN EN 131“ zu befassen.